Freitagabend, und obwohl genug zu tun, einfach mal sinnlos bloggen…
Es gibt zwei Arten von Menschen am Freitagabend:
Die einen schieben Überstunden, um endlich dieses eine Projekt abzuschließen, das eh am Montag wieder umgeworfen wird. Die anderen? Die sitzen mit einem Getränk ihrer Wahl auf der Couch, scrollen sinnlos durch Feeds, während sie sich einreden, dass das „kurz abschalten“ ist – dabei ist es bloß eine verlängerte Version des Büro-Leerlaufs.
Und dann gibt es mich. Ich könnte was Produktives tun. Ich könnte die Steuererklärung fertig machen, die schon seit Wochen mit passiv-aggressiver Präsenz auf meinem Schreibtisch liegt. Oder diesen einen Punkt von der To-do-Liste streichen, der mich seit Tagen verfolgt wie eine schlechte Serienempfehlung. Aber nein. Stattdessen schreibe ich hier. Warum? Weil sinnloses Bloggen eine Form von gepflegtem Widerstand ist.
Die Kunst des sinnlosen Bloggens
Manchmal muss man einfach schreiben, ohne ein Ziel. Kein SEO, keine Agenda, nicht mal eine richtige Pointe. Nur ein bisschen digitales Querdenken – aber nicht in der Telegram-Gruppen-Variante, sondern eher wie ein kreativer Spaziergang durchs eigene Hirn.
Vielleicht schreibe ich diesen Text ja nur, weil mir der Algorithmus sowieso bald wieder eine Selbstoptimierungs-Checkliste in den Feed spült: „10 Dinge, die erfolgreiche Menschen am Freitagabend tun.“ Ich kann dir jetzt schon sagen: Bloggen ist nicht dabei. Aber wer sagt, dass Jeff Bezos oder Elon Musk die Maßstäbe für ein gelungenes Leben setzen? Vielleicht ist das wahre Zeichen von Erfolg ja, sich Freitagabend einfach mal nicht optimieren zu müssen.
Was hätte ich stattdessen tun können?
- Sport? Haha.
- Netflix? Der Algorithmus will, dass ich eine drittklassige True-Crime-Doku über einen Hamster gucke, der 1998 einen Juwelenraub verhindert hat.
- Aufräumen? Es ist Freitagabend, nicht die Vorbereitung auf einen IKEA-Katalog-Shoot.
Also blogge ich lieber. Sinnlos, aber irgendwie befreiend.
Fazit: Zeitverschwendung kann auch ein Statement sein
In einer Welt, die ständig Effizienz fordert, ist bewusste Ineffizienz vielleicht die ultimative Form der Rebellion. Also ja, es gäbe genug zu tun. Aber nicht jetzt. Jetzt gibt es diesen Blogpost. Und du hast ihn bis hierher gelesen – also hat mein sinnloser Freitagabend doch noch einen Sinn gehabt.
Prost darauf. 🎉
